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Daniel über die Bedeutung von „Fireflies“ – worum es in unserer ersten Single geht

  • 12. Apr.
  • 3 Min. Lesezeit
Schwarzweißes Bild von Daniel von Neon Hearts Club in einem Sessel in gemütlicher Atmosphäre – Titelbild zum Blogartikel über die Bedeutung von „Fireflies“.
Daniel von Neon Hearts Club

„Fireflies“ ist für uns ein ganz besonderer Song, weil er unsere erste Single ist und damit irgendwie auch der Anfang von allem. Aber nicht nur deshalb. Für mich steckt in dem Song auch schon sehr viel von dem drin, was Neon Hearts Club ausmacht oder ausmachen soll. Unser Sound, unsere Stimmung, unsere Art, auf Themen zu schauen. Er ist für uns wie ein erster Anker. Von da aus wollen wir uns weiterentwickeln – musikalisch, aber auch in dem, was wir inhaltlich erzählen wollen.


In „Fireflies“ geht es für mich vor allem um Sehnsucht. Um dieses Gefühl, etwas unbedingt zu wollen, obwohl man eigentlich schon ahnt, dass es vielleicht nie wirklich erreichbar sein wird. Das kann eine Person sein, ein Ort oder auch etwas, das man im Leben schaffen möchte. Irgendetwas, das einen anzieht und nicht loslässt, obwohl die Hürden eigentlich viel zu groß wirken.


Genau das hat mich an der Idee gereizt: dieser Widerspruch. Dass da etwas ist, das sich richtig anfühlt oder zumindest unglaublich stark zieht – und gleichzeitig merkt man, dass da Welten dazwischenliegen. Wie Feuer und Wasser. Eigentlich zwei Dinge, bei denen man sofort denkt: Das kann nicht funktionieren.


Und trotzdem steckt in dem Song nicht einfach nur Resignation. Eher dieser Gedanke: Was ist, wenn man es trotzdem versucht? Vielleicht nicht auf dem offensichtlichen Weg. Vielleicht nicht so, wie man es erwarten würde. Sondern auf eine andere, leisere, unkonventionelle Art.


Das Bild mit Licht und Dunkelheit beschreibt das für mich ganz gut. Wenn mein Gegenüber das Licht liebt und ich eher in der Dunkelheit existiere – gibt es dann vielleicht trotzdem etwas, das uns verbinden kann? Irgendetwas Kleines, das man im ersten Moment übersieht, das aber vielleicht genau reicht, um sich doch näherzukommen.


Und dafür stehen in dem Song die Glühwürmchen. Nicht für das große, alles überstrahlende Licht. Sondern für etwas Kleines, Zartes, fast Unsicheres. Für einen Funken Hoffnung. Für die Frage, ob dieses kleine Licht vielleicht schon genug sein kann. Genug, um jemanden zum Bleiben zu bewegen. Genug, um die Nacht mit anderen Augen zu sehen. Auch dann, wenn man eigentlich immer den Platz an der Sonne gesucht hat.


Ich glaube, genau das mag ich an „Fireflies“ so sehr: Der Song kennt die Antwort selbst nicht. Er tut nicht so, als hätte er eine Lösung. Er bleibt in diesem Dazwischen. In dieser Hoffnung, die vielleicht naiv ist, aber eben trotzdem da ist. Und manchmal ist genau das das Ehrlichste an einem Gefühl.


Was für mich bei Neon Hearts Club total besonders ist: Jes und ich verstehen uns da einfach blind. Wenn wir beide ein ähnliches Gefühl haben, passiert oft etwas sehr Natürliches. Ich versuche, das musikalisch einzufangen, und Jes findet Worte dafür, die genau das transportieren, was wir meinen. Genau wie in "Fireflies". Das fühlt sich selten konstruiert an, sondern eher so, als würde etwas, das sowieso schon da ist, langsam Form bekommen.


Deshalb ist „Fireflies“ für mich auch mehr als nur unsere erste Single. Der Song zeigt ziemlich gut, wer wir gerade sind – und vielleicht auch schon ein bisschen, wer wir noch werden wollen.


Neon Hearts Club aus Braunschweig besteht aus den beiden Freunden Daniel Tomas und Jes Bahl. Mit „Fireflies“ veröffentlichte das Duo im März seine erste Single. Im Mai folgt mit „Applause“ bereits die nächste Veröffentlichung – eine von weiteren geplanten Singles in diesem Jahr.

„Fireflies“ ist jetzt auf Spotify, Apple Music und vielen weiteren Streamingplattformen verfügbar.


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